Der Mittelstand ist im Netz. Glaubt er.

Neulich auf dem Mittelstandstag Rheinland-Pfalz. Als Werber interessierte mich, wie der Mittelstand zum Thema Werbung steht und was er so macht. Dazu habe ich mir einen Beitrag zum Thema Kommunikation angehört, in dem der Referent in die Runde fragte, wer denn alles eine Website hätte – 100% Hände in der Luft. Die Reaktion auf die Frage, wer SEO- oder SEM-Maßnahmen einsetzt, war bestürzend: gerade mal 1%.

Die Webpräsenz also als besserer Telefonbucheintrag. Muss man ja haben. War auch teuer genug. OK, der Firmenwagen war teurer, aber erstens muss man repräsentieren und zweitens sich auch was gönnen. Verständlich. Dumm nur, wenn der neue Firmenwagen von mehr Menschen gesehen wird als die Website.  Da bleibt nur zu hoffen, dass der anwesende Mittelstand wenigstens eine Agentur mit der Entwicklung und Erstellung der Site beauftragt hat, die weiß was sie tut und auch schon in der Konzeption und Umsetzung nach SEO-Gesichtspunkten arbeitet.

Wer besucht, wie viele Besuche, wann besucht, welche Seiten angesehen? Die meisten wissen es nicht. Da macht es eigentlich auch nichts, wenn die Site nicht optimiert ist und nicht in den Suchergebnissen nach vorne gespült wird. Aber: der potentielle Kunde oder Interessent sucht nicht lange. Er will finden. Und zwar schnell.

Die Frage nach den ROI bleibt dabei meist auf der Strecke. „Das hat nichts gebracht“ ist eine gerne gehörte Floskel. Meist intuitiv und spontan geäußert, in jedem Fall steckt Resignation drin. Bauchgefühl. KPI´s im Vorfeld festgelegt? Analyse des „Flops“ und Learnings? Fehlanzeige. Schade eigentlich. Aber als Agentur sehe ich hier auch das Positive – es gibt viel für uns zu tun.

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