Wenn’s vorne zwickt…

Da hat doch die Firma „Klosterfrau“ ein globales Re-Branding durchgeführt. Als Geschäftsführer einer Werbeagentur finde ich das natürlich zeitgemäß und daher toll.

Es gibt nur eben auch noch eine Privatperson in mir. Und die kennt noch die schönen Werbespots aus den Siebzigern. Und kenn vor allem noch den schönen Reim, den sich der Volksmund auf Klosterfrau Melissengeist machte:

Wenn’s vorne zwickt und hinten beißt,
nimm‘ Klosterfrau Melissengeist!

Je nun. Wie heißt denn das nach dem Re-Branding?

Wenn’s vorne zwickt und hinten beißt,
nimm‘ Produkte der Klosterfrau Healthcare Group!

Nein, geht nicht. Reim und Versmaß sind total hinüber.

Wenn’s vorne zwickt und hinten juckt
nimm‘ ein Klosterfrau Healthcare Group Produkt!

Ok, der Reim kommt halbwegs hin, aber das Versmaß…!

Wenn’s vorne juckt und hinten brennt wie Sau
bedien‘ Dich aus dem Healthcare-Sortiment der Klosterfrau!

Hmm. Ich bin mit meinem Dichter-Latein am Ende. Noch jemand eine Idee?

Hauptsache vorn

Schöner Artikel von Roland Karle in der aktuellen Ausgabe der „Absatzwirtschaft“. Für die Serie „Neue Berufe“ beschreibt der Autor das Tätigkeitsfeld des SEO-Spezialisten – und zitiert neben dem SEO-Teamleiter der Deutschen Telekom AG, Jens Fauldrath, auch Bernd Sangmeister, Geschäftsführer von Hauptsache Kommunikation. Unter dem Titel „Hübsch machen für Google“ berichtet Sangmeister aus der Praxis der Agentur. „Die prinzipielle Mechanik von Suchmaschinen hat sich kaum verändert“, heißt es in dem Artikel, „aber ihre Bewertungsalgorithmen ändern sich häufig und werden immer komplexer“. Bei der komplexen Arbeit um die Poleposition (oder zumindest verbesserte Platzierungen in den Suchmaschinenrankings) wirbt Sangmeister unter anderem auch für Geduld. „Gute Suchmaschinenoptimierung braucht einige Wochen oder Monate Zeit, damit sie ihre Wirkung entfalten kann.“